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Versicherung und Schadenabwicklung: Reinhard Kocznar
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Wie war das, Herr N.N.?LuftfahrtReinhard Kocznar: Als Sie Ihre Kaskoversicherung bei mir abschlossen haben Sie vermutlich nicht an so etwas gedacht?
N.N.: Um ehrlich zu sein, nein. Das wird Ihnen aber nicht anders gehen. Reinhard Kocznar: Stimmt. Ich habe mir gedacht, mehr als an ein Rolltor anzufahren oder etwas ähnliches wird wohl nicht passieren. Wie übersteht man so einen Absturz, noch dazu praktisch unverletzt? N.N.: Mit Glück, es hat eben noch nicht sein sollen. Jede andere Erklärung scheidet aus. Reinhard Kocznar: Was dachten Sie nach dem Absturz? N.N.: Ich sah, wie Benzin aus der Tragfläche tropfte. Damit erübrigte sich jede weitere Betrachtung. Ich musste raus, und glücklicherweise ging das. Reinhard Kocznar: Wie kam es zu dem Unfall? Sie waren ja im Begriff, zu landen. N.N.: Ich war noch zu schnell für die kurze Bahn und musste durchstarten. Reinhard Kocznar: Das klappte aber nicht wie gewünscht? N.N.: Nein. Durch das Aufsetzen war die Geschwindigkeit jetzt zu gering, um ausreichend Höhe zu bekommen. Ich drehte ab und musste eine Pumpstation überfliegen. Das kostete den Rest der Geschwindigkeit. Dann touchierte ich einen Baum, ein Flügel geriet zu Boden und die Maschine überschlug sich. Es hat den Motor heraus gerissen und das Flugzeug zusammengestaucht. Reinhard Kocznar: Standen Sie unter Stress? Hatten Sie zu wenig Routine? N.N.: Unter Stress steht man in meinem Beruf immer, man hat gelernt, damit umzugehen. Es war eher Nachlässigkeit und zuviel Routine. Ich fliege seit mehr als zehn Jahren. Reinhard Kocznar: Dann hat es wohl so sein müssen und Sie hatten Glück im Unglück. N.N.: So ist es. Ich konnte das Krankenhaus nach wenigen Stunden auf eigenen Beinen wieder verlassen. Reinhard Kocznar: Das ist das Wichtigste. Wie ging es dann weiter? N.N.: Nun, ich hatte das Flugzeug erst vor kurzem gekauft. Mein altes Flugzeug stand noch zur Verfügung. Weil die Abwicklung des Schadens so zügig erfolgte, konnte ich es wieder kaufen. Reinhard Kocznar: Die havarierte Maschine hatte 250.000 Euro gekostet, die alte war etwas billiger. Es ging sich also gut aus. Waren Sie damit zufrieden? N.N.: Ich war zufrieden, überhaupt, wo ich sogar den Schadenfreiheitsrabatt wieder bekommen habe. |
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