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Diesen Beitrag hatte ich längst entfernt. Es kommen aber derart viele
Anfragen, dass ich ihn wieder aufgenommen habe.
Kündigen von LebensversicherungenAm Besten läuft eine Lebensversicherung so aus, wie es beabsichtigt war, aber, eine Lebensversicherung zu kündigen ist einfach. Sie setzen ein kurzes Schreiben auf, legen die Originalpolizze bei und senden es Ihrer Versicherung. Danach erhalten Sie eine Abrechnung, die Sie unterschreiben und die Sache ist erledigt. Das wird als Rückkauf bezeichnet. Spätestens hier sehen Sie vermutlich, dass das kein Geschäft war, jedenfalls nicht für Sie. Die Versicherung behält einen erheblichen Teil Ihres Geldes ein, wozu sie berechtigt ist. Bei kurzer Versicherungsdauer bekommen Sie möglicherweise gar nichts mehr zurück, und auch später schmälert es den versprochenen Ertrag beträchtlich. Den Ausdruck des Bedauerns beim Abschied sollten Sie deshalb nicht zu ernst nehmen. Der Grund für dieses magere Ergebnis ist der Umstand, dass die Abschlusskosten nicht auf die Laufzeit der Versicherung verteilt, sondern auf das erste Jahr angerechnet werden. Wie das funktioniert steht z.B. in der Wikipedia unter dem Schlüsselwort "Zillmer". Mehr darüber hier. Ihre (Kapital)Lebensversicherung ist im ersten Jahr nichts wert und in den anschließend folgenden Jahren weniger, als Sie eingezahlt haben. Es macht also Sinn, sich erst einmal von der Versicherung die Auszahlungswerte berechnen zu lassen, bevor man diese Entscheidung trifft. Ausspannen & AbwerbenEs gibt Ausspannversuche, bei denen Sie - wenn Sie mitmachen - definitiv nur verlieren können, auch wenn das ganz anders dargestellt wird. Es handelt sich dabei um Ausspannen in der Lebensversicherung, da verlieren Sie garantiert, und nicht zu knapp. In der Praxis geht das so: Ein Vermittler (es kann auch derjenige sein, der Ihnen den bestehenden Vertrag vermittelt hat) kommt auf Sie zu und bietet Ihnen etwas wesentlich besseres an. Da Sie sich nicht zwei Lebensversicherungen in der besprochenen Höhe leisten können, wird der alte Vertrag gekündigt und ein neuer abgeschlossen. Dieser ist natürlich viel besser, sodass der Zeitverlust leicht wettgemacht wird. Wenn das nun im zweiten Jahr stattfindet dann erhalten Sie in der herkömmlichen Lebensversicherung keinen einzigen Euro zurück, Sie haben lediglich für Provisionen und Kosten bezahlt, in fast allen anderen Fällen sind die Abzüge erheblich. Ich kenne Fälle in denen Kunden in sechs Jahren drei neue Verträge abgeschlossen und natürlich jeweils den Vorvertrag gekündigt haben, natürlich mit immer tolleren Erwartungen. Faktum ist lediglich, dass sie sechs Jahre ins Nirwana gezahlt haben. Das gilt natürlich nicht für den betreffenden Vermittler, der hat dreimal ordentlich verdient. Wann immer also in einem Gespräch die Rede davon ist, einen bestehenden Lebensversicherungsvertrag durch einen besseren neuen zu ersetzen dann sind Sie gut beraten, wenn Sie das Gespräch an dieser Stelle abbrechen und den Vermittler wechseln. VersicherungswechselEine Versicherung neu zu vergeben kann einiges bringen, ausser in zwei Fällen: in der Lebensversicherung und in der Krankenversicherung. In der Lebensversicherung sorgen dafür die oben besprochenen Methoden des Herrn Zillmer, und in der Krankenversicherung ist es der Umstand, dass Sie inzwischen nicht jünger geworden sind. Wenn Ihre Lebensversicherung nicht mehr Ihren Erwartungen entspricht, dann legen Sie sie still. Das empfiehlt sich besonders, wenn noch steuerliche Fristen einzuhalten sind. StilllegenNicht selten eine gute Lösung bei schlechten Verträgen. Sie verlieren wenigstens das Angesparte nicht. Das bietet sich an, wenn z.B. die Laufzeit bis zu Ihrem 85sten Lebensjahr geht. Beim Abschluss hat man Ihnen das gleichwohl als das Ei des Kolumbus angepriesen. Sie sind bis zum St. Nimmerleinstag versichert, holen aber die Kohle im Weg der Kündigung, wenn Sie das früher benötigen. Das klingt gut, hat aber den Nachteil, dass Sie leider um den Schlussgewinn umfallen, der im letzten Jahr zugeschlagen wird. RückkaufDas ist die Kündigung. Die Versicherung kauft die Ansprüche zurück, die Sie an die Versicherung haben. Dabei verliert sie natürlich nicht, im Gegenteil. Wegen des dabei für Sie entstehenden Verlustes sollte das nur in Notfällen geschehen. ÄndernVersicherungen sind flexibel, Sie können sie Summen jederzeit herauf- oder herabsetzen und Laufzeiten ändern. Über Wirkungen und unerwünschte Wirkungen informiert Sie ein genaues Nachrechnen des Ihnen vorgelegten Änderungsvorschlags. Vermutlich wollen Sie das dann nicht mehr. Am besten ist es, wenn ein einmal abgeschlossener Vertrag so ausläuft, wie er abgeschlossen war. SteuervorteileIch habe unter diesem Aspekt nichts verkauft. Man weiß leider nie, wann der unberechenbare Gesetzgeber wieder etwas ändert, dann sind alle vorherigen Überlegungen Makulatur. Der dadurch entstehende Vorteil ist meistens so gering, dass die verloren gegangene Flexibilität - wenn man wirklich etwas ändern muss - nicht wettgemacht wird. Blenden Sie Steuerargumente beim Abschluss vollkommen aus, dann haben Sie eine gute Ausgangsbasis. |
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