ErsatzhandlungNachdem die von Wirtschaftsbund und RFW dominierte Berufsvertretung die Richtlinie verschlafen hatte, wurde sie doch noch aktiv. Die Reaktion kann nur als peinlich bezeichnet werden. Davon abgesehen ist die Begründung für den Misserfolg leider nicht so nützlich wie der Erfolg selbst. Die Kommission ist zweifellos mächtig beeindruckt. In der internationalen Presse müsste sich das so lesen: |
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...was vom Tage übrig blieb... Satirisches aus dem Wahlkampf Kammerwahl 2005. |
Exklusiv: Krebst EU-Kommission bei der Vermittler-Richtlinie zurück?Alles deutet darauf hin, dass die Kommission diesmal die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat. Nach dem TT-Bericht vom 15.1.2005 ist nichts mehr, wie es war. In hektischen Beratungen hinter verschlossenen Türen wird ein Weg gesucht, um die verärgerte Tiroler Fachgruppe wieder versöhnlich zu stimmen, ohne das Gesicht zu verlieren. In Brüssel rauchen die Köpfe, und das, obwohl in den Räumen der zuständigen Generaldirektion striktes Rauchverbot herrscht.Der Bericht in der TT hat in Brüssel hohe Wellen geschlagen. EU verärgert Tiroler Versicherungsmakler, titelt die TT und berichtet die Versicherungsmakler schiessen scharf. Sie trifft damit nicht nur den Nagel auf den Kopf, sondern nährt auch den Verdacht, dass hier eine sorglose Kommission den Tirolern auf den Leim gegangen ist. Wie konnte es so weit kommen? Ein hinterlistiges Alpenvolk...textete bereits Felix Mitterer in der Piefke-Saga. Das wäre aber eine unzulässige Verkürzung und würde der eleganten Taktik der Kammer nicht gerecht, die die Kommission hier in eine Falle laufen ließ. Die Fachgruppe bewies Nerven und ließ sich während der Begutachtung nicht aus der Reserve locken, und schlug jetzt zu. Der Zeitpunkt - nach Inkrafttreten - mag umstritten sein, die Wirkung ist es nicht. Jetzt hat die Kommission ein Problem, und damit den Schwarzen Peter. Keine ÜberreaktionNatürlich wird nun heftig die Frage diskutiert, warum die Kammer gleich zum stärksten Mittel - einer Presseaussendung - griff, ohne der Kommission eine faire Chance zu geben. Gleichwohl schien der Zeitpunkt gekommen, Flagge zu zeigen und die Sache ein für alle mal auszutragen. "Wir mussten uns Respekt verschaffen", sagt ein ungenannter Funktionär dazu, "nur so werden wir ernst genommen. Wir müssen bis auf den Knochen schneiden." Die Botschaft kam an, Beobachter in Brüssel sprechen von Bestürzung. Wettbewerbsverzerrung behoben?Es gibt aber auch kritische Stimmen. Von der Seite der Banken und Autohändler wurde darauf hingewiesen, dass nun eine lange dauernde und schmerzhaft empfundene Wettbewerbsverzerrung behoben ist. Immerhin müssen Kunden bei Banken und Autohändlern - im Gegensatz zum Makler - kein mehrseitiges Protokoll unterschreiben. Die Kunden beider Wirtschaftszweige müssen ohnehin bereits so viele Formulare unterschreiben, wurde eingewandt, dass den Maklern hier ein Wettbewerbsvorteil geschenkt war, der das Fortkommen ungebührlich behindert hatte. Man muss auch diese Seite sehen, Fairness muss auch dann gelten, wenn es weh tut. Spannend wie ein KrimiVor allem bei den Banken werde es spannend, meint Fachgruppenobmann Steinmayr in der TT, wenn diese als Agentur und andererseits als Makler tätig werden. Er muss es wissen, ist er ja in diesem Bereich tätig. Was tut Microsoft?Bei der Kommission ist nun banges Warten eingetreten. Bill Gates beobachtet die Entwicklung sorgfältig. Immerhin hat Microsoft gegenüber der Kommission mit dem Media Player nachgegeben und will ein Windows Light auf den Markt bringen. Da die Kommission auf den entschlossenen Vorstoß der Tiroler so ängstlich reagiert hat sind nun alle Optionen wieder offen. Microsoft-Chef Steve Ballmer hat jedenfalls einen Rücktritt kategorisch ausgeschlossen. |
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Dieser Exklusivbericht, falls ihn doch jemand ernst nehmen sollte, entstand
nach Feierabend und ist Satire. Die ist bekanntlich oft das letzte Überlebensmittel. Reinhard Kocznar |
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