Das Alpenländische InterviewEin Trauerspielbla führte ein Gespräch mit dem zuständigen Verhandlungsleiter N.N. der Tiroler Fachgruppe in Sachen Vermittlerrichtlinie. Feber 2005
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...was vom Tage übrig blieb... Satirisches aus dem Wahlkampf Kammerwahl 2005.
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bla: Herr N.N., Sie bekleiden so viele wichtige Funktionen, wie darf ich Sie
ansprechen?
N.N.: Sagen Sie einfach Herr Rat zu mir, das deckt vieles ab. Aber hier geht es nicht um Titel, sondern um Inhalte für die Menschen. bla: Vielen Dank, Herr Rat. Beginnen wir gleich mit der Vermittlerrichtlinie. Die Vorgangsweise war, sagen wir, umstritten. Warum sind Sie erst nach Eintritt des Inkrafttretens an die Öffentlichkeit getreten? N.N.: Lassen Sie mich sagen, dass wir die Sache sehr, sehr ernst genommen haben. bla: Das ist selbstverständlich, Herr Rat. Wie ernst? N.N.: Sehr ernst. Wir haben uns die Sache nicht leicht gemacht und eine renommierte Consulting Company mit dem Coaching beauftragt. Sie hat das Protokoll vor allem farblich ansprechend gestaltet und das Layout mega_affen_tittengeil hinbekommen. Bei den Tests hat es in der Zielgruppe hervorragend abgeschnitten. Es ist eine out-of-the-box Solution mit erheblichem funktionellem impact. bla: Sie sehen mich beeindruckt, Herr Rat. Warum hat man sich dann hinterher distanziert? N.N.: So kann man das nicht sagen. Es war in dieser Form Unsinn. bla: Eben haben Sie etwas anderes gesagt. N.N.: Lassen wir diese Haarspaltereien. bla: Ich verstehe. Dennoch sagen Stimmen, dass die Fachgruppe das, äh, einfach verschlafen hat. N.N.: Ich muss das entschieden zurückweisen. Wir betreiben eine verantwortungsvolle Politik der ruhigen Hand. Es war klar, dass das Kartenhaus der Kommission in sich zusammen fallen wird. bla: Warum dann die Presseaussendung? Damit haben Sie ja die Kommission unnötig in Verlegenheit gebracht? N.N.: Der Zeitpunkt war richtig. Wir mussten einen kühlen Kopf bewahren. Die Mitglieder der Fachgruppe durften nicht verunsichert werden, es ist eben alles so kompliziert. bla: Selbstverständlich, Herr Rat. Kommen wir zu Ihrer Warnung vor der "Wiener Gruppe". Was hat es damit auf sich? N.N.: Hier werden Versicherungsmakler verunsichert. Das ist standeswidrig. bla: Aha. Wie geht das? N.N.: Wir müssen ohnehin schon genug Beiträge nach Wien abliefern. Deshalb mussten wir ja die Beiträge erhöhen, die eben gesenkt worden waren. Das ist sehr schmerzhaft. Nun sollen auch noch Stimmen nach Wien abgetreten werden. Lassen Sie mich hier sehr klar sagen, dass das so nicht funktionieren kann. bla: Man könnte hier auch Diskriminierung sehen. Fürchten Sie nicht, dass bald keine Wiener mehr in Tiroler Diskotheken eingelassen werden? N.N.: Leider muss ich jetzt zu einer Sitzung. Auf Wiedersehen. 2005 Reinhard Kocznar |
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